Die Geschichte
Ein Sommer in der Werkstatt von Großtante Constance.

Kapitel 05
Constance auf dem Bahnsteig
Großtante Constance wartete auf dem Bahnsteig auf ihn. Sie küsste ihn nicht sofort. Sie sah ihn lange an, den Kopf ein wenig geneigt, so wie man ein Stück Holz ansieht, bevor man weiß, was man daraus machen wird. Dann nahm sie seine Tasche und sagte:

Kapitel 08
Die Werkstatt, weiter Blick
Es roch gut. Es roch nach geschnittenem Holz, nach frischem Sägemehl, ein wenig nach Bienenwachs, und nach etwas noch Süßerem, wie alter Honig. Das Licht kam durch ein hohes Fenster schräg herein und ließ goldenen Staub in der Luft tanzen. Auf dem Boden lagen blonde Späne, gerollt wie kleine Wellen. An der Wand hingen Werkzeuge, jedes an seinem Platz, jedes in dieselbe Richtung gedreht — die Sägen zu den Sägen, die Meißel zu den Meißeln, die Hobel zu den Hobeln.

Kapitel 30
Das Holzhaar
Silas nickte. Er verstand nicht alles, aber er fühlte, dass es wahr war.
Und es gibt die Kapitel, die wir für dich behalten. Jenes, in dem die Schublade endlich schließt — und du ein kleines Klick hörst, das sechzig Jahre wert ist. Jenes, in dem Silas’ Mama das Kästchen in die Hände nimmt, einen Finger auf den Kupferscharnieren, und innehält, bevor sie es öffnet — denn dieses Kästchen ist nicht ihres. Und das letzte, im Morgengrauen, in dem ihr Worte über die Lippen kommen, ohne dass sie weiß, woher.
Dieser Satz steht nicht auf dieser Seite. Mit Absicht.


